Moin zusammen,
wie womöglich manch anderer hier bin ich von der Preiserhöhung der 1&1 für Bestandskunden betroffen. Konkret: Ich habe einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten; ein paar Monate sind noch auf der Uhr, und mitten innerhalb dieser Zeit erklärt die 1&1 einseitig, ab kommendem Monat erhöhe sich mein Preis. Wenn ich das doof fände, hätte ich ein Sonderkündigungsrecht.
Unabhängig davon, ob die AGB das zulassen (der oben verlinkte Medienbericht merkt Zweifel an, ob das alles so rechtens ist): Ich empfinde das als eine Frechheit. Ich mache eine Kostenkalkulation für 24 Monate und treffe basierend darauf eine Entscheidung, einen Vertrag abzuschließen oder nicht. Ein Anbieter kann nach meinem Dafürhalten nicht einfach binnen dieser 24 Monate unter Verweis auf seine Kostenkalkulation einfach die Kosten erhöhen.
Ich habe der 1&1 bereits eine scharf formulierte Mail geschickt (die ich, so gewünscht, auch hier teilen kann). Auch habe ich eine Kündigung vorgemerkt. Ich mache mir aber keine Illusionen, dass eine einzige Mail/Kündigung den Konzern von solchen Praktiken abbringen wird. Ich glaube aber auch, dass so ein Gebaren nicht unwidersprochen hingenommen werden darf, weil es sonst Schule macht.
Meine Fragen an euch sind daher:
- Seid ihr ebenfalls von der Preiserhöhung betroffen?
- Wie denkt ihr darüber?
- Für wie aussichtsreich haltet ihr es, sich zu organisieren und zumindest lautstark Widerspruch anzumelden, womöglich auch Konsequenzen daraus zu ziehen durch (Sonder-)Kündigung?


Nein, da ich nicht zur Kundschaft zähle.
Irgendwo muss das Vermögen von Ralph Dommermuth ja herkommen.
Organisation ist eine gute Idee. Bei welcher Anzahl (angedeuteter) Kündigungen die kritische Masse erreicht ist, finde ich schwer zu sagen.
Allgemein sind derart große Unternehmen und Marken aus meiner Sicht nur über ihren Ruf zu Veränderungen zu bringen. Die Branche der großen Mobilfunk- und Internetanbieter finde ich auf eine Art vergleichbar mit großen Paketdienstleistern. Keines ist aus meiner Sicht in seiner Praxis wesentlich “besser” als die übrigen, schimpfen lässt sich über alle gleichermaßen. Es bräuchte eher eine übergreifende Kampagne, denke ich. Nur hilft die nicht in diesem konkreten Fall und schon gar nicht kurzfristig.
Ich würde also parallel dazu neigen mich an Verbraucherschutzorganisationen zu wenden, in der Hoffnung das dort bereits Vorbereitungen anstehen oder Projekte laufen welche auf strukturelle Veränderungen abzielen. Dein Fall als (Argumentations-)Verstärker oder Anlass dazu an dieser Stelle mehr Zeit aufzubringen ist hoffentlich willkommen.
Genau das werde ich auf jeden Fall flankierend tun.