Die Aufmerksamkeit der Behörden hatte V. auf sich gezogen, in dem er mehrere Bekennerschreiben versandte, zunächst eines an die taz und zwei Tage später ein weiteres an die Polizei selbst. Als Begründung für die Angriffe schrieb V. darin, dass Stromerzeugung in Kohlekraftwerken „ein Verbrechen“ sei, „das unsägliches Leid nach sich zieht“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte deshalb zuletzt von mutmaßlichem „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters gesprochen.

Allerdings gibt es durchaus Zweifel an der alleinigen Täterschaft V.s genauso wie an seiner behaupteten Motivation. Ex­per­t*in­nen hatten es etwa als sehr ungewöhnlich bezeichnet, dass V. in dem Bekennerschreiben seinen Namen und seine Adresse nannte. Außerdem verwendete er auffällig wenige Wörter darauf, seine Angriffe zu rechtfertigen, wie es politisch motivierte Täter sonst fast immer tun. Und auch einzelne Formulierungen, wie etwa ein positiver Bezug auf „Recht und Ordnung“, passen nicht recht zu dem klimabewusst-linken Tatmotiv, dass V. sonst in dem Schreiben behauptet.