Die Aufmerksamkeit der Behörden hatte V. auf sich gezogen, in dem er mehrere Bekennerschreiben versandte, zunächst eines an die taz und zwei Tage später ein weiteres an die Polizei selbst. Als Begründung für die Angriffe schrieb V. darin, dass Stromerzeugung in Kohlekraftwerken „ein Verbrechen“ sei, „das unsägliches Leid nach sich zieht“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte deshalb zuletzt von mutmaßlichem „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters gesprochen.
Allerdings gibt es durchaus Zweifel an der alleinigen Täterschaft V.s genauso wie an seiner behaupteten Motivation. Expert*innen hatten es etwa als sehr ungewöhnlich bezeichnet, dass V. in dem Bekennerschreiben seinen Namen und seine Adresse nannte. Außerdem verwendete er auffällig wenige Wörter darauf, seine Angriffe zu rechtfertigen, wie es politisch motivierte Täter sonst fast immer tun. Und auch einzelne Formulierungen, wie etwa ein positiver Bezug auf „Recht und Ordnung“, passen nicht recht zu dem klimabewusst-linken Tatmotiv, dass V. sonst in dem Schreiben behauptet.



Ohne eine fundierte und breite öffentliche Diskussion wird man nichts erreichen.
Warum? Weil - auch wenn wir viele technischen Schlüssel buchstäblich in den Händen halten - Klimaschutz auch tiefgreifende ökonomische und soziale Transformationen erfordert, Landwirtschaft und Autoindustrie sind da nur Bespiele. Die kann man (auch wenn die chinafreundliche AfD das freilich gern möchte) nicht einfach abwickeln. Ohne gesellschaftlichen Rückhalt werden diese Veränderungen ganz schwierig.
Deswegen ist auch die Leugnung des wirklichen Ausmaßes des Problems, das wir haben, durch die Regierung Merz so übel. Regierungen haben sehr viel Einfluss auf die Wahrnehmung von Realitäten . Ähnliches gilt für die Rolle von UN Gremien für die Benennung der Lage im Nahen und Mittleren Osten.