Die Konkurrenz steigt, der Druck auch. In der Netflix-Chefetage plant man deshalb die Zukunft des Streamings, und die klingt sehr wie die Vergangenheit
Ich habe ne Idee gegen Nutzerschwund: hört auf schice zu werden/sein.
Freche Abopreise für z.T. schlechte Eigenproduktionen und ein schwindendes Angebot, KI-Apokalypse für Synchronsprecher, aber die Ursache für Nutzerfrust nicht finden können.
Einmal gehört, dass die Drehbücher so geschrieben sind, dass auch Secondscreener alle drei Minuten an den aktuellen Plot erinnert werden, kann ich das nicht mehr ausblenden. Es ist so unglaublich unsexy, ich will da nie wieder was gucken.
Es ist wirklich so und genau das merkt man den Sendungen an. Das merkst du übrigens auch im klassischen Fernsehen: Eine normale Sendung auf RTL oder Sat1 kannst du schauen, zwischendrin rausgehen, die Wäsche aufhängen und wenn du wieder da bist, bekommst du einen Recap und bist wieder dabei. Achte mal drauf, wenn man es einmal bemerkt hat, ist es unglaublich wie penetrant das ist
Die niedrigen Preise und der gute Content von der Netflix Anfangszeit ist auf lange Frist nicht bezahlbar. Netflix muss Preise erhöhen und billig Content bringen. Deren ganzer Business Plan war Monopol zu werden und dann Preise erhöhen um Profitable zu werden.
Ich kenne die wirtschaftlichen Ursachen, begrüße die Enshitification aber dennoch nicht.
Mein Haushalt aktiviert/deaktiviert das Abo nach Bedarf. Wegen der frechen Preise dann zuletzt ohne 4K und jetzt werde ich immer gedrängelt mein Erlebnis zu verbessern. Vermutlich tue ich das mit einer erneuten Kündigung.
Naja, das mit den billigen Inhalten scheinen sie noch nicht so richtig verstanden zu haben. Schau dir nur mal die Produktionskosten von Grey Man, Red Notice u.a. Mumpitz an. Gemessen an der Qualität würde ich das jetzt nicht als preiswert bezeichnen. Die Zeiten, in denen man für vergleichbar wenig Geld so Perlen wie Bojohannes Pferdemann produziert hat, sind halt auch schon lange vorbei. Aber Qualität ist scheinbar eh kein vorrangiges Ziel mehr.
Ein weiteres Problem: fehlende Planung und Weitsicht. Es spricht schon für sich, wie viele Serien von Netflix für 1, maximal 2 Staffeln produziert werden, nur um dann sang- und klanglos einfach nicht fortgestzt zu werden.
Wär das nicht einfacher, wenn man Filmteams mehr Freiheiten geben würde, Synchronsprecher nicht ausnimmt und die Leute einfach mal machen lassen würde, ohne allem diesen Netflix Klatsch aufzuzwingen? Keine Ahnung, was da hinter den Kulissen abgeht, aber vieles wirkt halt sehr generisch und auf großtmögliche Audience ausgelegt. Ich denke, man kann auch ohne großes Budget tolle Serien produzieren, vor allem, wenn es gut geschrieben ist, man ggf. mal auf die ein- oder andere Starbesetzung verzichtet und das Budget an anderer Stelle sinnvoll einsetzt.
Nach meiner Einschätzung ist der Plan, Kunden durch ein gutes und breites Angebot zu Netflix zu bringen und dann langsam daran zu gewöhnen, nur noch das zu gucken, was dort angeboten wird (Burggraben ausheben). Dann immer mehr externe Inhalte rausschmeißen und interne Inhalte immer billiger produzieren und hoffen, dass genug Kunden bleiben / vergessen das Abo zu kündigen / sich mit der niedrigen Qualität abfinden, um richtig Reibach einzufahren.
Ich wäre ja schon froh, wenn die Serien, die ich gerne geguckt habe, dann nicht mit einem Cliffhanger gecancelt werden. Ich hätte schon gerne abgeschlossene Storys mit einem Ende und nicht so ein “Alle Handlungsfäden sind noch offen, es könnte jetzt richtig spannend werden, tja”. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich keine offenen Serien mehr schaue
Ich wäre ja schon froh, wenn die Serien, die ich gerne geguckt habe, dann nicht mit einem Cliffhanger gecancelt werden.
An dieser Stelle muss man echt mal Apple loben (ausnahmsweise!). Die ziehen ihre Serien meistens bis zum Ende durch und canceln nur sehr selten. “Invasion” ist die größte Scheiße, die ich je gesehen habe - und trotzdem läuft grad die dritte Staffel. 🤣
Ich habe ne Idee gegen Nutzerschwund: hört auf schice zu werden/sein.
Freche Abopreise für z.T. schlechte Eigenproduktionen und ein schwindendes Angebot, KI-Apokalypse für Synchronsprecher, aber die Ursache für Nutzerfrust nicht finden können.
Einmal gehört, dass die Drehbücher so geschrieben sind, dass auch Secondscreener alle drei Minuten an den aktuellen Plot erinnert werden, kann ich das nicht mehr ausblenden. Es ist so unglaublich unsexy, ich will da nie wieder was gucken.
Es ist wirklich so und genau das merkt man den Sendungen an. Das merkst du übrigens auch im klassischen Fernsehen: Eine normale Sendung auf RTL oder Sat1 kannst du schauen, zwischendrin rausgehen, die Wäsche aufhängen und wenn du wieder da bist, bekommst du einen Recap und bist wieder dabei. Achte mal drauf, wenn man es einmal bemerkt hat, ist es unglaublich wie penetrant das ist
Die niedrigen Preise und der gute Content von der Netflix Anfangszeit ist auf lange Frist nicht bezahlbar. Netflix muss Preise erhöhen und billig Content bringen. Deren ganzer Business Plan war Monopol zu werden und dann Preise erhöhen um Profitable zu werden.
Ich kenne die wirtschaftlichen Ursachen, begrüße die Enshitification aber dennoch nicht.
Mein Haushalt aktiviert/deaktiviert das Abo nach Bedarf. Wegen der frechen Preise dann zuletzt ohne 4K und jetzt werde ich immer gedrängelt mein Erlebnis zu verbessern. Vermutlich tue ich das mit einer erneuten Kündigung.
Naja, das mit den billigen Inhalten scheinen sie noch nicht so richtig verstanden zu haben. Schau dir nur mal die Produktionskosten von Grey Man, Red Notice u.a. Mumpitz an. Gemessen an der Qualität würde ich das jetzt nicht als preiswert bezeichnen. Die Zeiten, in denen man für vergleichbar wenig Geld so Perlen wie Bojohannes Pferdemann produziert hat, sind halt auch schon lange vorbei. Aber Qualität ist scheinbar eh kein vorrangiges Ziel mehr.
Ein weiteres Problem: fehlende Planung und Weitsicht. Es spricht schon für sich, wie viele Serien von Netflix für 1, maximal 2 Staffeln produziert werden, nur um dann sang- und klanglos einfach nicht fortgestzt zu werden.
Wär das nicht einfacher, wenn man Filmteams mehr Freiheiten geben würde, Synchronsprecher nicht ausnimmt und die Leute einfach mal machen lassen würde, ohne allem diesen Netflix Klatsch aufzuzwingen? Keine Ahnung, was da hinter den Kulissen abgeht, aber vieles wirkt halt sehr generisch und auf großtmögliche Audience ausgelegt. Ich denke, man kann auch ohne großes Budget tolle Serien produzieren, vor allem, wenn es gut geschrieben ist, man ggf. mal auf die ein- oder andere Starbesetzung verzichtet und das Budget an anderer Stelle sinnvoll einsetzt.
Nach meiner Einschätzung ist der Plan, Kunden durch ein gutes und breites Angebot zu Netflix zu bringen und dann langsam daran zu gewöhnen, nur noch das zu gucken, was dort angeboten wird (Burggraben ausheben). Dann immer mehr externe Inhalte rausschmeißen und interne Inhalte immer billiger produzieren und hoffen, dass genug Kunden bleiben / vergessen das Abo zu kündigen / sich mit der niedrigen Qualität abfinden, um richtig Reibach einzufahren.
Ich wäre ja schon froh, wenn die Serien, die ich gerne geguckt habe, dann nicht mit einem Cliffhanger gecancelt werden. Ich hätte schon gerne abgeschlossene Storys mit einem Ende und nicht so ein “Alle Handlungsfäden sind noch offen, es könnte jetzt richtig spannend werden, tja”. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich keine offenen Serien mehr schaue
An dieser Stelle muss man echt mal Apple loben (ausnahmsweise!). Die ziehen ihre Serien meistens bis zum Ende durch und canceln nur sehr selten. “Invasion” ist die größte Scheiße, die ich je gesehen habe - und trotzdem läuft grad die dritte Staffel. 🤣